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2. Ergebnisse der Qualitätsanalyse

2.1 Gesamtbewertung im Überblick

  1. Ergebnisse der Schule QB
    • Abschlüsse nicht bewertet
    • Fachkompetenzen nicht bewertet
    • Personale Kompetenzen Stufe 4
    • Schlüsselkompetenzen Stufe 2
    • Zufriedenheit der Beteiligten Stufe 4
  2. Lernen und Lehren -Unterricht QB
    1. Schulinternes Curriculum Stufe 2
    2. Leistungskonzept -Leistungsanforderung und Leistungsbewertung Stufe 2
    3. Unterricht -fachliche und didaktische Gestaltung Stufe 3
    4. Unterricht -Unterstützung eines aktiven Lernprozesses Stufe 2
    5. Unterricht -Lernumgebung und Lernatmosphäre Stufe 3
    6. Individuelle Förderung und Unterstützung Stufe 3
    7. Schülerberatung / Schülerbetreuung Stufe 4
  3. Schulkultur QB
    • Lebensraum Schule Stufe 4
    • Soziales Klima Stufe 4
    • Ausstattung und Gestaltung des Schulgebäudes und Schulgeländes Stufe 4
    • Partizipation Stufe 3
    • Außerschulische Kooperation Stufe 4
  4. Führung und Schulmanagement QB
    • Führungsverantwortung der Schulleitung Stufe 4
    • Unterrichtsorganisation Stufe 4
    • Qualitätsentwicklung Stufe 3
    • Ressourcenmanagement Stufe 3
    • Arbeitsbedingungen nicht bewertet
  5. Professionalität der Lehrkräfte QB
    • Personaleinsatz Stufe 3
    • Weiterentwicklung beruflicher Kompetenzen Stufe 3
    • Kooperation der Lehrkräfte Stufe 4
  6. Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung QB
    • Schulprogramm Stufe 3
    • Schulinterne Evaluation Stufe 3
    • Umsetzungsplanung / Jahresarbeitsplan Stufe 3

Bewertungsstufen

  • Stufe 4
    vorbildlich Die Schule erfüllt nahezu alle Kriterien dieses Qualitätsaspekts optimal oder gut.
  • Stufe 3
    eher stark als schwach Die Schule weist bei diesem Qualitätsaspekt mehr Stärken als Schwächen auf. Die Schule kann die Qualität einiger Kriterien noch weiter verbessern; die wesentlichen Kriterien werden erfüllt.
  • Stufe 2
    eher schwach als stark Die Schule weist bei diesem Qualitätsaspekt mehr Schwächen als Stärken auf; die wesentlichen Kriterien sind noch verbesserungsfähig.
  • Stufe 1
    erheblich entwicklungsbedürftig Bei allen Kriterien des Qualitätsaspektes sind Verbesserungen erforderlich.

2.2.Ergebnisse in den Qualitätsbereichen und Bilanzierung

Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule

Vorbemerkung: Für einen detaillierten Einblick in sämtliche Bewertungen von der Aspekt- über die Kriterien- bis auf die Indikatorenebene wird auf die Statistiken und Grafiken hingewiesen. Diese ergänzen die folgende textliche Zusammenfassung der Ergebnisse der Qualitätsanalyse. Für die Aspekte 2.3 -2.5 sind den Grafiken erläuternde Anmerkungen hinzugefügt.

Die Entwicklung personaler Kompetenzen wie die Förderung von Selbstvertrauen und die Erziehung zur Selbstständigkeit sind im Schulprogramm der Hugo-Kükelhaus-Schule verankerte Ziele. Entsprechend dem dort beschriebenen pädagogischen Grundkonsens „Hilf mir es selbst zu tun“ (Maria-Montessori) und „Lernen mit allen Sinnen“ (Hugo Kükelhaus), fördert die Schule personale Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler durch verschiedene Konzepte, die jeweils strukturell angelegt und in festen Kontexten des Schullebens wiederzufinden sind. So gibt es vielfältige Aktivitäten im musisch-künstlerischen sowie im Besonderen im sportlichen Bereich und die erfolgreiche Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben. Die Struktur der Stufenkonzepte, die Lernarrangements der AGs und der Praxistag dienen der Entwicklung von Selbstständigkeit, Selbstvertrauen und Verantwortungsbereitschaft. Weiterhin fördern die Abschlussstufenprojekte „Kiosk“ und „Schulmilch“, die intensive Nutzung außerschulischer Lernorte und die regelmäßige Durchführung von Klassenfahrten die Entwicklung der personalen Kompetenzen in besonderer Weise. Die aktive Einbindung der Schülerinnen und Schüler in die schulischen Abläufe und in die Schulmitwirkung wird von der Schule unterstützt.

Toleranz wird insbesondere in den heterogenen Lerngruppen und im gemeinsamen Lernen mit schwerstbehinderten Schülerinnen und Schülern gefördert, geübt und gelebt.

Die Schule ist sehr gut mit modernen Medien ausgestattet. Sie vermittelt kommunikative Kompetenzen einschließlich Mediennutzung unter anderem auch im Bereich der Unterstützten Kommunikation. Ein die Standards beschreibendes und die Qualität sicherndes Medienkonzept liegt vor. Bei der konsequenten Umsetzung, hier im Besonderen bei der Häufigkeit der Nutzung von Computern im Unterricht, bestehen noch Optimierungsmöglichkeiten.

Die Förderung der Schlüsselkompetenzen betrifft in einem engeren Sinne die mit dem Unterricht und der Gestaltung von Lernprozessen verknüpften überfachlichen Fähigkeiten der Schü-lerinnen und Schüler. Zur Vermittlung der Fähigkeit des selbstständigen Lernens und Arbeitens hat die Schule im Schulprogramm offene Unterrichtsformen wie Freiarbeit und Wochenplanarbeit als wichtige Arbeitsformen für die Schülerinnen und Schüler beschrieben. Die Befunde des Qualitätsprüferteams aus den Unterrichtseinsichtnahmen zum Kriterium 2.4.4 zeigen jedoch, dass eine Umsetzung im Unterricht noch zu selten erfolgt. Ebenso ist die Kultur einer fachlich gesicherten Selbstkontrolle in Lernprozessen (vgl. 2.4.1 c) kaum entwickelt.

Die Schülerinnen und Schüler fühlen sich an der Hugo-Kükelhaus-Schule sehr wohl und sicher und schätzen die vielfältigen Angebote der Schule. Die Eltern sind unter Anderem mit der Zuwendung der Lehrkräfte zu den Kindern, der Atmosphäre in der Schule und der großen Bereitschaft, bei Problemen zu unterstützen, außerordentlich zufrieden. Das nicht lehrende Personal fühlt sich sehr wertgeschätzt und beurteilt auch die Möglichkeiten, eigene Ideen einzubringen, sehr positiv. Die Zufriedenheit der Lehrkräfte mit der Schule bezieht sich unter Anderem auf die

Arbeitsatmosphäre und die Möglichkeiten innovativ, wirken zu können, wobei sie sich von der Schulleitung in hohem Maße unterstützt fühlen.

Die allgemein sehr hohe Zufriedenheit schließt einzelne kritische Bemerkungen nicht aus.

Qualitätsbereich 2: Lernen und Lehren – Unterricht

Anlässlich der Qualitätsanalyse legt die Hugo-Kükelhaus-Schule schulinterne Curricula zu den Fächern Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und Sport vor. Die Curricula sind im Hinblick auf Qualität und Umfang auf unterschiedlichem Niveau. Das Deutsch-Curriculum ist kompetenzorientiert verfasst, eine Beschreibung, in welcher Art Fachdidaktiken und Methoden im Zusammenspiel der Vermittlung von Kompetenzen dienen, ist allerdings nicht durchgängig enthalten. Fächerverbindendes Lernen, dergestalt, dass ausgehend von angestrebten Kompetenzen festgelegt ist, welche Fächer in welcher Art der Erlangung dieser Kompetenzen dienen können, hat die Schule noch nicht in ihren Curricula verankert. Zurzeit findet fächerverbindendes Lernen unter anderem in den Angeboten des Praxistages der Abschlussstufe und im Rahmen von Projekten statt.

Die Leistungsbewertung und die Individuelle Förderung sind an der Hugo-Kükelhaus-Schule eng miteinander verknüpft. Die Lehrkräfte erstellen regelmäßig Förderpläne und die dort festgeschriebenen Entwicklungsziele dienen als Grundlage für die Beschreibung des Lernfortschrittes in den Zeugnissen. Sowohl Förderpläne als auch Zeugnisse werden regelmäßig mit den Eltern besprochen. Ein Konzept zur Leistungsbewertung, in dem zum Beispiel beschrieben wird, dass Schülerinnen und Schüler Zertifikate bekommen, wenn sie über bestimmte, genau beschriebene Kompetenzen verfügen, hat die Schule derzeit nicht.

Der Förderplanerstellung geht eine behinderungsspezifische Diagnose voraus; die daraus abgeleiteten Entwicklungsziele dienen als Grundlage für die Erstellung von individuellen Arbeitsplänen. Eine systematische Beteiligung der Schülerinnen und Schüler am gesamten Prozess der Förderplanung hat die Schule noch nicht immer im Blick. In den vorgelegten Förderplänen gibt es zwar eine Spalte, in der bewertet werden soll, ob die Förderziele erreicht worden sind und ob die angewendeten Maßnahmen erfolgreich waren, allerdings sind noch keine Evaluationskriterien festgelegt, anhand derer festgestellt werden kann, inwieweit die Förderung erfolgreich war und wann über alternative Förderangebote nachgedacht werden muss.

Die Förderung leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler und die Förderung der leistungsstärkeren Schülerinnen und Schüler gelingen an der Hugo-Kükelhaus-Schule bereits, hier gibt es aber noch Optimierungspotenzial.

Bezüglich der begleitenden prozessdiagnostischen Verfahren im Rahmen der Gutachtenerstellung gemäß AO-SF hat die Schule Standards vereinbart; zum Förderschwerpunkt-bzw. Bildungsgangwechsel gibt es festgelegte Kriterien.

Der Aspekt Schülerberatung und Schülerbetreuung wird ohne Einschränkung sehr positiv be-wertet. Die Beratung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler werden in vorbildlicher Weise gewährleistet. Auf die diesbezüglichen Konzepte und deren Umsetzung angesprochen, äußeren die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern in den Interviews hohe Zufriedenheit und Zustimmung.

Die folgenden Aussagen beziehen sich ausschließlich auf die Beobachtungen in 50 Unter-richtseinheiten. Die statistischen Daten zeigen detaillierte Auswertungen zu den Qualitätskrite-rien.

Im beobachteten Unterricht hat das Qualitätsteam die Ausprägung der fachlichen und didakti-schen Gestaltung innerhalb der fünf Kriterien überwiegend mit Stufe drei („eher stark als schwach“) bewertet. Inhalt und Anforderungsniveau des Unterrichts entsprechen zumeist dem Leistungsvermögen der Lerngruppe, allerdings hat die Schule die leistungsstärkeren Schülerin¬nen und Schüler nicht immer ausreichend im Blick, so dass es häufiger zur Unterforderung einzelner kommt. Eine zielorientierte Vermittlung von Lern-, Such-und Lösungsstrategien ist häufig in nicht ausreichender Qualität beobachtbar. Die Reflexion der Schülerinnen und Schüler bezüglich der Eignung der den Unterricht prägenden Vorgehensweisen ist bei der Unterrichtsgestaltung kaum zu sehen; hier besteht erheblicher Entwicklungsbedarf (vgl. dazu Grafiken zum Kriterium 2.3.3). Ebenso findet die Förderung des problembezogenen Denkens bzw. entdeckenden Lernens noch nicht in ausreichender Qualität statt (vgl. dazu Grafiken zu 2.3.1 und zu den Zielebenen).

Medien werden im Unterricht meist in sehr guter Qualität, allerdings nicht immer zielführend eingesetzt.

Im Hinblick auf die Unterstützung eines aktiven Lernprozesses im bzw. durch den Unterricht gibt es an der Hugo-Kükelhaus-Schule noch Handlungsbedarf.

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Bezüglich der Förderung der aktiven Teilnahme am Unterricht gelingen bereits gut die Motivierung der Schülerinnen und Schüler und die Erreichung einer großen Bandbreite ihrer Beteiligung an den Lernprozessen. Hinsichtlich der durch die Lehrkraft fachlich gesicherten Selbstkontrolle seitens der Schülerinnen und Schüler besteht erheblicher Entwicklungsbedarf.

Die Unterrichtsbeobachtungen (vgl. dazu die Grafiken zu 2.4) verweisen darauf, dass die zielorientierte Vermittlung von Lernstrategien zum selbstständigen Arbeiten sowie die individuelle Reflexion des Lernstandes zu wenig Beachtung finden. Eher selbstgesteuertes und selbstständiges Lernen konnte von den Qualitätsprüfern wenig beobachtet werden. Hier wird deutlich, dass die Schule die programmatisch beschriebene Bedeutsamkeit der Erziehung zur Selbst-ständigkeit der Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf selbstständiges Lernen und Handeln im Unterricht noch nicht hinreichend zum Tragen kommen lässt.

Die Förderung der Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler im Unterricht ist an der Hugo-Kükelhaus-Schule „erheblich entwicklungsbedürftig“. Wenn die Schülerinnen und Schüler im Unterricht die Gelegenheit zur Kommunikation haben, so bewegt sich diese meist im fachlichen Rahmen, allerdings gibt es so gut wie keine organisierten Schülerhilfen (in der Regel helfen die Lehrkräfte oder das sonstige Unterstützungspersonal) und Schülerinnen und Schüler erhalten kaum die Gelegenheit, gemeinsam eigene Ideen, Thesen, Lösungswege zu entwickeln und untereinander auszutragen.

Mit „eher schwach als stark“ ist das Kriterium zur strukturierten und funktionalen Partner-bzw. Gruppenarbeit bewertet, was daraus resultiert, dass kooperative Lernformen nur 17,3% der beobachteten Unterrichtszeit ausmachen und nicht alle Unterrichtsangebote innerhalb der beobachteten Partner-oder Gruppenarbeitsphasen hierfür geeignet sind. Ebenfalls Entwicklungsbedarf gibt es hinsichtlich der Berücksichtigung der individuellen Lernwege im Unterricht (vgl. dazu die Grafiken zu 2.4.3).

In den vom Qualitätsprüferteam beobachteten Unterrichtseinheiten finden 38,1 % der Unterrichtszeit im Plenum statt, wobei die Qualität der Plenumsarbeit mit „eher schwach als stark“ bewertet wird.

Auch wenn der Aspekt „Unterricht -Unterstützung eines aktiven Lernprozesses“ insgesamt mit „eher schwach als stark“ bewertet wird, so zeigen die Grafiken zu den Indikatoren aber auch, dass einzelne beobachtete Unterrichtssequenzen deutliche Stärken haben. Dies weist darauf hin, dass in der Schule das Potenzial zur Weiterentwicklung der Qualität des Unterrichts vorhanden ist.

Im Kontext des Unterrichts erreichen Lernatmosphäre und Lernumgebung die besten Bewertungen.

Die Lernräume fördern durch ihre Einrichtung, Gestaltung und Struktur die Lernbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Es werden lernförderliche Materialien bereitgestellt, allerdings ist der Unterricht nicht immer so angelegt, dass die Schülerinnen und Schüler von sich aus darauf zurückgreifen können. Die Kinder arbeiten konzentriert und aufgabenorientiert. Gegenseitige Wertschätzung bestimmt fast ausnahmslos das pädagogische Klima. Die Schülerinnen und Schüler können sich ohne Vorbehalte äußern.

Hinsichtlich des Zeitverlustes zu Beginn, während oder am Ende der Unterrichtszeit besteht noch Optimierungsbedarf, hier insbesondere bei längeren plenaren Phasen, in denen eine Lehrkraft ausführliche Instruktionen gibt, die nicht alle Schülerinnen und Schüler erreichen, während die zweite Lehrkraft bzw. das andere unterstützende Personal funktionslos der Unterrichtssituation beiwohnt.

Qualitätsbereich 3: Schulkultur

Der Lebensraum Schule und das soziale Klima werden mit „vorbildlich“ bewertet. Sie sind ge-kennzeichnet durch wirksame identifikationsfördernde Maßnahmen und durch ein Regelwerk, das transparent angelegt ist und von allen Beteiligten umgesetzt wird. Die Schule hat wirksame Maßnahmen zur Gewaltprävention ergriffen. Es gibt keinen erkennbaren internen oder externen Vandalismus. Die Schülerinnen und Schüler fühlen sich an der Schule sicher.

Die Anlage und Ausstattung des Schulgebäudes und des Schulgeländes ermöglichen einen Unterricht nach aktuellen didaktischen und methodischen Konzepten.

Die Gestaltung des Gebäudes berücksichtigt die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler und bringt die Wertschätzung von Schülerarbeiten und -projekten zum Ausdruck. Die Gebäude machen einen freundlichen und sauberen Eindruck; die unter intensiver Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler vorgenommene attraktive Gestaltung ist „vorbildlich“.

Die interviewten Schulgruppen geben zu erkennen, dass die Informationswege an der Hugo-Kükelhaus-Schule sehr gut funktionieren und grundlegende Beteiligungsformen eingehalten werden. Die Beteiligung der Eltern an der Schulprogrammarbeit und an der Schulentwicklung und die Partizipation der Schülerinnen und Schüler sind optimierungsfähig, die Beteiligung der Elternschaft am Schulleben ist „vorbildlich“.

Die Schule kooperiert außerordentlich erfolgreich mit zahlreichen anderen Schulen und pädagogischen Einrichtungen, mit gesellschaftlichen Partnern der Region, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Verbesserung der Lebensbedingungen der Schülerinnen und Schüler und deren beruflicher Integration.

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Qualitätsbereich 4: Führung und Schulmanagement

Soweit im Rahmen der Qualitätsanalyse nachvollziehbar, organisiert die Schule den Unterricht gemäß den gesetzlichen Vorgaben. Für die Organisation des Vertretungsunterrichts gibt es ein vorbildlich ausgearbeitetes Konzept, Unterrichtsausfall kommt laut Aussage aller befragten Interviewgruppen nicht vor. Die inhaltliche Fortsetzung des Unterrichts im Vertretungsfall wird sowohl durch Teamarbeit wie auch durch verlässliche Informationsweitergabe gewährleistet. Gelegentlich werden die Schülerinnen und Schüler auch auf andere Klassen aufgeteilt. Für diesen Fall sind organisatorische und inhaltliche Vorkehrungen getroffen, allerdings sind im Rahmen des selbstständigen Lernens praktizierte Lernformen wie Wochenplanarbeit nicht in das Vertretungskonzept eingebunden.

Als übergreifendes Konzept für die Unterrichtsgestaltung hat die Schule inklusive Unterrichtung in heterogenen Lerngruppen vereinbart. Darüber hinaus setzt sie in überzeugender Weise die Prinzipien einer „Bewegungsfreudigen Schule“ um. Für den Anfangsunterricht ist die Umsetzung der didaktischen Prinzipien des TEACCH-Ansatzes wie Strukturierung des Raumes, der Zeit, der Arbeitsorganisation/Materialien/Aufgaben vereinbart und im Schulprogramm beschrieben. Für Schülerinnen und Schüler, die nicht oder kaum lautsprachlich kommunizieren können, hat die Schule Maßnahmen zur Unterstützten Kommunikation vereinbart.

Die Zusammenarbeit im Kollegium ist strukturell festgelegt und findet in vorbildlicher Weise durch regelmäßige Absprachen in den Klassenteams und im Rahmen von Stufen-, Fach-und Lehrerkonferenzen und Dienstbesprechungen statt.

Die Schule hat Gesundheits-und Bewegungsförderung konzeptionell verankert und setzt diese in vorbildlicher Weise durch unterrichtliche und außerunterrichtliche Angebote zielgerichtet um. Standards zur Gender-Mainstream-Erziehung sind in Konzepten beschrieben und integrierter Bestandteil des Unterrichtsalltags.

Bei der Verwendung der Ressourcen nimmt die Schulleitung bzw. die Steuergruppe Beschaf-fungswünsche des Kollegiums auf und achtet dabei auf die Berücksichtigung der Schwerpunkte des Schulprogramms. Bei der Verwaltung der finanziellen Ressourcen werden Formvorgaben zur Beteiligung der Schulgremien eingehalten, die Verwendung der Ressourcen ist für alle transparent und nachvollziehbar.

An der Schule werden Finanzierungsquellen, die über den Etat hinausgehen, in Förderkreisen erschlossen und Schulzwecken zugeführt. Ebenso sorgt die Schule für personelle Unterstützung aus außerschulischen Bereichen.

Ein Controlling-Verfahren zur systematischen Auswertung einer zielgerichteten Nutzung der Ressourcen ist nicht entwickelt; in Teilbereichen gibt es bei der Steuergruppe und der Schulleitung allerdings entsprechende Erkenntnisse. Die Überprüfung der Ausgaben erfolgt verwaltungsfachlich.

Der Qualitätsaspekt bezüglich der Arbeitsbedingungen wird zurzeit nicht mit einer Stufenbewertung versehen, da ein landeseinheitlicher Referenzrahmen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz fehlt.

Die Schule legt einen aktuellen Organisationsplan zur Arbeitssicherheit vor und teilt mit, dass eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt und dokumentiert wurde. Die Selbstauskunft zu Arbeitsbedingungen und Gesundheitsmanagement liegt vor.

Qualitätsbereich 5: Professionalität der Lehrkräfte

Das Kollegium der Hugo-Kükelhaus-Schule versteht sich als multiprofessionelles Team, in dem Kompetenzen und Interessen der jeweiligen Personen berücksichtigt und zielführend genutzt werden. Die Schulleitung kennt die Kompetenzen der Kolleginnen und Kollegen und berücksichtigt sie im Rahmen des Möglichen bei der Einsatzplanung. Sie führt situative und anlassbezogene Gespräche mit den Lehrkräften sowie mit allen Beschäftigten.

Ein fachlicher Austausch durch Kooperation findet umfangreich statt, kollegiale, kriteriengeleitete Unterrichtshospitation ist vorgesehen, wird zurzeit jedoch wenig umgesetzt. Sollte das Kollegium gegenseitige Hospitationen in Zukunft mehr nutzen, so kann sich dies positiv auf die Entwicklung der Qualität des Unterrichts auswirken.

Zur Unterstützung der Professionalisierung der Lehramtsanwärter und -anwärterinnen gibt es ein Begleitkonzept, zur Unterstützung und Professionalisierung neuer Lehrkräfte gibt es ein Schul-ABC, darüber hinaus werden neue Kolleginnen und Kollegen in den Klassenteams informell eingearbeitet.

Die Fortbildungsplanung wird an der Schule von der Schulleitung in Abstimmung mit der Lehrerkonferenz vorgenommen. Im Fortbildungskonzept werden der Planungsprozess, die Entscheidungsfindung und grundsätzliche Aussagen zur Organisation, Finanzierung und zur Teilnahme an Fortbildungen beschrieben. Allerdings ist dem Fortbildungskonzept nicht zu entnehmen, wie sichergestellt wird, dass schulentwicklungsrelevante Themen vorrangig vor den Neigungen und Interessen der Lehrkräfte und sonstigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen behandelt werden. Kollegium und Schulleitung nutzen Fortbildungsangebote sowohl inner als auch außerschulisch zur gemeinsamen Erweiterung ihrer beruflichen Kompetenzen. Kollegiumsinterne Reflexionen über Wert und Erfolg durchgeführter Fortbildungen finden im Rahmen von Konferenzen statt. Evaluationen zur Umsetzung und Wirksamkeit von Fortbildungsmaßnahmen mit dem Ziel der Sicherung von Nachhaltigkeit werden zurzeit nicht durchgeführt.

Die Kooperation der Lehrkräfte und der sonstigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist vorbildlich, ebenso die offene und konstruktive Kommunikation untereinander.

Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung

Die Hugo-Kükelhaus-Schule hat eine regelmäßig tagende Steuergruppe, die zeitnah über ihren Arbeitsstand berichtet. Allerdings hat die Steuergruppe nicht ausschließlich Schulentwicklungsaufgaben, was die Gefahr in sich birgt, dass eine Überfrachtung mit Aufgaben die effiziente und stringente Schulentwicklung behindert. Eine Planung zur Umsetzung der Ziele innerhalb der Schulentwicklung unter Angabe der Verantwortlichen liegt vor, wenn auch nicht in einer übersichtlichen Zusammenschau.

Die Arbeit am schulinternen Curriculum ist Thema der Schulprogrammarbeit, die Unterrichtsentwicklung steht derzeit nicht im Mittelpunkt. Hier besteht Entwicklungsbedarf. Eine Überprüfung der Wirksamkeit der Schulprogrammarbeit findet noch nicht statt.

Eine Prüfung des Ist-Standes, die auf einer Stärken-Schwächen-Analyse basiert, hat die Schule partiell vorgenommen, alle Beteiligten sind über Ergebnisse der Bestandsanalyse und den Ent-wicklungsbedarf informiert. Im Hinblick auf neue Schulprogrammbausteine plant die Hugo-Kükelhaus-Schule bereits die Evaluation mit; einen Evaluationszirkel, in dem bei der Formulierung von Schulentwicklungszielen die Evaluationskriterien mitgedacht und formuliert werden, um dann in einem nächsten Schritt die Wirksamkeit der Schulprogrammarbeit zu überprüfen, hat sie noch nicht immer im Blick.

Der Schulentwicklungsprozess ist in vorbildlicher Weise dokumentiert und im Schulportrait veröffentlicht, Ziele für die Weiterentwicklung der Schulprogrammarbeit sind vereinbart, die Weiterentwicklung der Evaluation muss noch geplant werden.

Bilanzierung: Stärken und Handlungsfelder

Nach Auswertung aller verfügbaren Dokumente, der Unterrichtsbeobachtungen und der Aussagen in den Interviews wird vom Qualitätsteam folgendes bilanziert:

Die besonderen Stärken der Hugo-Kükelhaus-Schule liegen

  • in der Schulkultur,
  • in der Entwicklung personaler Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler,
  • in der Unterrichtsorganisation,
  • in der Kooperation im multiprofessionellen Team,
  • in der Schülerbetreuung- und Beratung,
  • in der außerschulischen Kooperation

Entwicklungsbedarf gibt es

  • bei Förderung der Schlüsselkompetenzen der Schülerinnen und Schüler,
  • bei Fertigstellung eines Schulinternen Curriculums und eines Leistungskonzeptes,
  • bei der Unterrichtsentwicklung im Hinblick auf
    • Selbststeuerung
    • Individualisierung
    • Kooperation

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